Für Dich!

Für Dich!

Ich könnte die wehmütigsten Verse schreiben in dieser Nacht.
Die Nacht ist voller Sterne, nur du strahlst nicht bei mir.
Mein Blick schweift zu dir in die Ferne, in die Ferne.
In Gedanken an Nächte wie diese, als ich dich in meinen Armen gehalten.
Endlose Stunden liebevoller Leidenschaft erfüllen die Träume von dir.
Wie viel endloser nun in meinen leeren Armen und auf meiner kalten Brust.

Ich könnte die wehmütigsten Verse schreiben in dieser Nacht.
Wie übervoll mein Herz ist und gleichsam auch so leer.
Unverbrauchte Liebe zu dir sticht bittere Wunden und dreht das Herz mir um.
Zu wissen, dass du nicht mehr mein. Zu fühlen, dass ich dich verloren.
Mein Herz sollte ruhen, doch ist’s am rasen.
Unzählige, wilde Emotionen schlagen mir vor die Stirn.
Wie haben wir uns geliebt!
Wie hätten wir uns nicht lieben können?
Und wie viel mehr noch sehne ich dich nun, da ich dich verloren.

Ich könnte die wehmütigsten Verse schreiben in dieser Nacht.
Da Nächte wie diese wie Tage mir waren, mir wurden durch dein Licht.
Dieses unvergleichliche Strahlen deiner wundervollen Augen.
Welch schöner Stunden Erinnerungen trage ich fort mit mir und meiner endlosen Liebe
und diesem letzten, liebevollen Vers – für dich!

jannipastelli, 31.03.2012

Advertisements

Was ist das Leben?

Was ist das Leben?
Veränderung?
Anfang und Ende?
Sicherlich!

Doch sicherlich nicht
ein immer wieder neues Anfang und Ende,
um unsere Veränderung
unseres Lebens im Laufe der Zeit zu spiegeln.

Oder doch?
Weil wir verlernt haben?
Zuzuhören?
Und zu lesen?

Wie viele hundert Bücher sind (noch) gedruckt?
Ob Anfängen und Enden.
Ob oder aufgrund von oder wegen oder weil.

Wie unterscheiden wir, unwissend,
Anfänge und Enden,
wenn wir nicht mehr gelernt haben, 

zu lesen.
Zu hören.
Zu lernen.
Oder doch?

Die Zeit läuft ab;
Veränderungen ähnlich, fast gleich;
gepolt auf Anfang und Ende
und ein sicheres: Doch,

werden wir sicherlich
letztlich beginnen,
uns zu ändern und
uns einfach zu lieben!

jannipastelli, 05.08.2014 

 

Grell

Und das alles nur aufgrund von ein paar warmen Sonnenstrahlen, die am Freitag Nachmittag durchs Fenster in mein Arbeitszimmer blitzten und mir ins Gesicht schienen…

Grell durchscheinst du die grauen Schleier
der vergangenen, dunklen Tage und Wochen.
Lachst dem viel zu langen Winter
ein freundlich fröhliches „Ade“ ins Gesicht
und spielst mir liebevoll kitzelnd
mit den ersten Blüten wohlduftend um die Nase;
Du lässt in mir wachsen
den so sehr nach Vergleichbarem suchenden
Fleur des hereinbrechenden Frühlings
und beschwingst mich
mit deinen tausenden wohlriechenden Melodien,
die mich hinforttragen aus der allzu bekannten Sonne
und ihrer golden glänzenden Strahlen
in ein kaum fassbar faszinierendes Leuchten
meiner selbst!

Berlin, 18.06.2011

Tief trauernd tragen

Tief trauernd tragen wir dir deine langen Schatten zu Grabe
und bedecken dich mit goldgelbem Eichenlaub;
feurig knisternd fällt es auf dich
und deckt dich behutsam ein.

Entzündet fast schon
und dann doch dahingeschwemmt
in deines Freundes sprühend feuchtem Nass,
und von diesem lieblos zusammengeschoben.

Schweren Schrittes versuchen wir unsere lackierten Schuhe
um deine kleinen, doch unzähligen Seen zu schiffen,
und könnten eigentlich froh und glücklich sein,
dich eben genau dort
in unseren ebenso langen Spiegeln
wieder zu finden.

Berlin, 23.10.2011