Mein lieber August

Mein lieber August,
voller Wonne und Sonne
ununterbrochen strahlend
von nur deiner Hitze heißen Gemüts;
so manchen Tag durch die Nacht gelebt,
die noch heißen und schon reifen Früchte und Ähren genossen
und den ersten Trauben ihren Saft entsogen.
Deinen leichten Kleidern durch die Fäden geschaut
und sie verspielt tanzen lassen in deinen seichten Winden;
Von ihnen die Schäfchen aus dem scheidenden Azur
und dem heraufziehenden, mattglänzenden Schwarzblau
liebevoll hinfortführen und den Blick aufschieben lassen
in die so glänzend großartig geschmückten und schmückenden Himmelstiere
und anderen Gebilde, die noch so viel schöner
unerkannt und –geachtet ihre Kreise ziehen
gemeinsam mit uns und unserem so sehr geliebten Rund.
Und ebenso vollkommen und endlos kreisend
drehe ich mich nun schon seit einigen Kalendern ausschließlich um dich,
die ich dein Bild gerade rückwärts einsam liegend
freudig strahlend vor mir sehe
und ein ganz sanftes, bewegtes Ich liebe dich hauche
in deinen Wind.

Berlin, 22.08.2011

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