Schwer verliebt

Schwer verliebt tragen wir die Last
unserer jüngsten Vergangenheit.
Entheben uns ihrer aber wohlgesinnt,
scheinbar unbeschwert und überaus offen.
Und bemerken ganz offensichtlich
nicht einmal im Geringsten
in welch berauschenden Sog die Liebe
uns schon wieder zu ziehen vermag.

Vermeintlich leicht entrückt nur
unserer Umwelt sehen wir selbst uns
ohne die doch große Tragweite
unserer wild wuchernden Emotionen
und derer permanenter Schürung
auch nur ansatzweise betrachten zu wollen
und verstricken uns immer tiefer
in ihrem unermesslich starkem Strom.

Und erwachen urplötzlich aus diesem Traum
vollkommen unbeschwerter Verliebtheit
auf der Suche und dem Wunsch
nach absoluter persönlicher Freiheit.

So liege ich nun hier neben Dir
als vermeintlich lediglich Verliebter
und bemerke die unausweichliche Nähe,
das Gefühl von und das Sehnen nach mehr.

Und setze die ersten Steine meiner Hoffnung
in die unvertraute Leere
zwischen das intensivst erlebte Du und ich
und ein weit tiefergehendes Wir.

Berlin, 30.12.2008

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Stille

Kannst auch du sie fühlen und riechen? Des Herbstes Stille, wenn der Wind nicht bläst und ein Blatt zu Boden taumelt? Wenn nicht, dann halt kurz inne und lausche in die „Stille“!
  
  
Nach grenzenlos lieblosem Liebesleben
die Lust zum Leben frisch aufgedeckt,
der wilden Tänze früher Morgenstunden
wohl noch rechtzeitig die Töne entnommen
und erfüllt an ihrer statt sie still
und zu Hause schlafend eingekehrt.

Berlin, 25.09.2008