Tief trauernd tragen

Tief trauernd tragen wir dir deine langen Schatten zu Grabe
und bedecken dich mit goldgelbem Eichenlaub;
feurig knisternd fällt es auf dich
und deckt dich behutsam ein.

Entzündet fast schon
und dann doch dahingeschwemmt
in deines Freundes sprühend feuchtem Nass,
und von diesem lieblos zusammengeschoben.

Schweren Schrittes versuchen wir unsere lackierten Schuhe
um deine kleinen, doch unzähligen Seen zu schiffen,
und könnten eigentlich froh und glücklich sein,
dich eben genau dort
in unseren ebenso langen Spiegeln
wieder zu finden.

Berlin, 23.10.2011


Wann ist Zeit?

Wann ist Zeit?
Und wenn, wie lang?
Zu glänzen, reden, schweigen?
Wie du sie mir streitest
und gleichsam liebevoll schenkst!

Zeit zum spielen, denken und lachen;
Zeit zum spielen, verweilen und Späße machen;
Zeit zum spielen, freuen und Gefühle frei sein lassen!
Zeit mit dir und um dich herum; Zeit von dir bringt mich fast um;
zumindest aber den Verstand, und das fast täglich.

Wie die Sterne mir in Momenten mit dir zum greifen nah werden
und das begrenzte, irdische Dasein sich auflösen möchte,
Zeit und Raum ineinander zu verschmelzen scheinen
und wir Zwei endlich wieder beides
füreinander finden,
haben und
festhalten!

Berlin, 22.08.2011


Glaube daran

Kannst du dir nicht mal bitte
genau jetzt die Zeit für mich nehmen,
die ich schon immer von dir haben wollte,
seit wir uns eben gerade vorgestellt worden sind.

Dann wusstest du also schon vor mir,
dass wir zwei füreinander bestimmt sind.
Du musst nur daran glauben,
wie mir gesagt worden ist
von so vielen lieben Menschen,
die soeben in mein Leben eingefallen sind.

Glaube daran oder nicht,
aber glaube!
Und der Rest wird sich finden,
auch wir uns, bestimmt!
Wenn wir bestimmt daran glauben!
Und uns Zeit dafür nehmen…

Berlin, 22.08.2011


Träum mich

Träum mich
in deinen schönsten Farben!
Fühl mich
in deinen kleinsten Neuronen!
Leb mich
mit deinem ganzen Herzen!
Immer und wieder!
Immer wieder!

Berlin, 22.08.2011


Voll des Mondes

Kurz bevor er sich am 12.09. wieder vollkommen aufgefüllt haben wird, ein paar kurze Gedanken, entstanden am Abend des letzten Vollmondes…wie schön, das dieses Schauspiel sich monatlich wiederholt…

 

Vollmond
schreist du laut schwellender Brust
aus deinem zierlichen Leib.
Voll des Mondes
halte ich sanft dagegen!
Und du beginnst zu ahnen,
welch Zwiespalt in einem Menschen
wie mir stecken könnte.
Keine Spaltung gibt es
in sich gegenseitig bedürfenden,
liebenden Persönlichkeiten,
die beide auf das Wohl unser aller
und insbesondere natürlich
des deinen ausgerichtet sind.
Ist unmenschlich gleich tierisch?
Verlangen!

Berlin, 14.08.2011


Mein lieber August

Mein lieber August,
voller Wonne und Sonne
ununterbrochen strahlend
von nur deiner Hitze heißen Gemüts;
so manchen Tag durch die Nacht gelebt,
die noch heißen und schon reifen Früchte und Ähren genossen
und den ersten Trauben ihren Saft entsogen.
Deinen leichten Kleidern durch die Fäden geschaut
und sie verspielt tanzen lassen in deinen seichten Winden;
Von ihnen die Schäfchen aus dem scheidenden Azur
und dem heraufziehenden, mattglänzenden Schwarzblau
liebevoll hinfortführen und den Blick aufschieben lassen
in die so glänzend großartig geschmückten und schmückenden Himmelstiere
und anderen Gebilde, die noch so viel schöner
unerkannt und –geachtet ihre Kreise ziehen
gemeinsam mit uns und unserem so sehr geliebten Rund.
Und ebenso vollkommen und endlos kreisend
drehe ich mich nun schon seit einigen Kalendern ausschließlich um dich,
die ich dein Bild gerade rückwärts einsam liegend
freudig strahlend vor mir sehe
und ein ganz sanftes, bewegtes Ich liebe dich hauche
in deinen Wind.

Berlin, 22.08.2011


Ich liebe dein Licht

Hier nun gleich der zweite Erguss des vergangenen Wochenendes. Ein wenig Licht für euch Alle, die ihr wahrscheinlich in einen ähnlich trüben Montagmorgen schauen müsst, wie auch ich. Habt einen guten Wochenstart! Smile!

Ich liebe dein Licht
und wie du diesen sehr einfachen Raum
erstrahlen lässt wie einen Königspalast.
Urplötzlich scheint der nächste Tag anzubrechen,
während der Mond uns noch sein vollstes Gesicht schenkt.

Durchdringe diese rauchigen Schwaden
längst schon vergangener Stunden und Gedanken
und erwecke meine trüben, müden Augen.

Durchdringe mich endlich wieder
mit diesem bestimmten unbestimmbaren Gefühl von und nach Mehr
und steck mich an mit deinem ich lebe nur jetzt und sofort.

Durchdringe mich mit deinen tiefen Augen,
die schon soviel versprechen
und noch vielmehr zu hoffen lassen.

Durchdringe mich mit deiner Lebensfreude und –lust
und lass mein Bett der Hoffnung wieder warm werden,
dass solche Engel wie du doch auch nur Menschen sind.

Berlin, 03.09.2011


Leere Gläser

Leere Gläser,
bodenlos,
zerspringen wie Morgentau
in der aufgehenden Sommersonne.

Meine Zuneigung zu dir hingegen
perlt an der Quelle
in den so unermesslichen Strom der Liebe,
immerfort!

Berlin, 03.09.2011


Vollmond

Das Rauschen des Meeres,
das ich permanent so misse,
der Rausch der Tiefe,
nach dem ich mich so sehr sehne,
wird glücklicherweise aufgefangen;
meistens im Rausch von dir,
und, falls nicht,
in den Nächten mit dir,
du so wundervoll vollkommener Vollmond!

Berlin, 14.08.2011


Gedanken

Ich musste gerade mit einigem Erschrecken feststellen, wie lange ich nichts mehr gepostet habe und gelobe hiermit Besserung…beginnend mit einigen

Gedanken
an gemeinsam erlebte, wundervolle Stunden,
die Berührungen, Küsse und mehr
gipfelnd in der überraschenden Nachricht von viel mehr
als wir uns damals wohlwissend
zugetraut und –gemutet haben
und lassen mich nun zurückblicken
auf eine stetig wachsende, unabdingliche Zuneigung
zu meiner vielleicht großen Liebe,
sicherlich aber meiner Vervollkommnung
und absoluten Harmonisierung
mit mir selbst.

Berlin, 14.08.2011


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